Welche Mutter, welcher Vater hat sich das nicht bereits gleich bei der Geburt des ersten Kindes vorgenommen? Viele und schöne Fotos vom eigenen Baby machen, damit man für später eine tolle Erinnerung behält. Das klappt nur leider nicht immer so, wie man sich das vorstellt:

Entweder man hat alle Hände voll zu tun mit Füttern und Windeln wechseln. Oder man hat zur rechten Zeit nicht die Kamera zur Hand. Also ziehen es viele Eltern vor, einen Babyfotografen zu engagieren, der wirklich dann Fotos macht, wenn das Baby frisch gebadet ist, saubere Windeln bekommen hat, getrunken hat und rundum zufrieden ist, dann klappt es auch mit den Fotos, wenn man sich beeilt. Denn ein zufriedenes Baby schläft dann auch schnell ein.
Dann gibt es halt die schönen Bilder von engelsgleichen schlafenden Kindlein.
Doch wie schafft man es, quicklebendige, herzige, aufgeweckte Babys zu fotografieren?
Über den Erfolg entscheiden bei Portraits Sekunden, bei Babyportraits eher Milisekunden. Schnelligkeit und Erfahrung in einer ruhigen Athmosphäre sind entscheidend für gelungene Fotoaufnahmen.


Das Internet ist voll von diversen Hinweisen und Tipps. In diesem Beitrag schreibe ich über meine Überlegungen. Falls Sie auch Ihre Kinder anders als gewohnt fotografieren möchten, können Sie vielleicht ein paar Tipps ausprobieren.
Kinder und Babies zu fotografieren kann zu einer spannenden Aufgabe werden. Am besten gehen Sie als erstes einmal auf Augenhöhe, um einen besseren Kontakt und Ausdruck zu bekommen.
Dann nehmen Sie sich genug Zeit und Geduld. Und entspannen Sie sich. Erzwingen kann man nichts. Bleiben Sie trotzdem immer aufmerksam und beobachten Sie. Die Kamera ist das Werkzeug. Für die Kinderfotografie ist ein schnelles Gerät wichtig. Obwohl Kompaktkameras auch einsetzbar sind, macht es erst mit einer Spiegelreflexkamera richtig Spass. So eine Kamera erlaubt die Auswahl der richtigen Objektive mit hoher Lichtstärke.
Für ein Fotoshooting kann man auch mal die nötigen (teuren) Objektive auch mieten, z. B. bei rent-a-lens.ch
Fotografische Technik Ich setze für Bilder von Säuglingen gern eine lichtstarke Festbrennweite, z. B. 28mm, 50mm oder 200mm mit Blende f/2.8. ein Damit kann ich mir das Blitzen normalerweise sparen. Außerdem stelle ich die EV Belichtungskorrektur an der Kamera auf höchstens +1. Da die Haut bei den kleinen scheinbar sehr stark durchblutet ist ergibt die Überbelichtung ein viel schöneres Bild der Haut und auch die Augen werden betont. Ein weiterer Vorteil ist, da gerade Säuglinge eigentlich immer im Liegen fotografiert werden, hat man durch die offene Blende und die hohe Lichtstärke des Objektives den Untergrund auf dem das Kind liegt durch die extrem geringe Tiefenschärfe schön freistellen kann. Bei der Aufnahme stelle ich auf ein RAW - Format um, damit ich die Bilder nachträglich am Rechner optimal bearbeiten kann. Somit habe ich die volle Datenmenge zur Verfügung und kann daraus die gewünschte Farbstimmung (Look) oder auch Schwarzweiss-Bilder erzeugen. Falls eine Ausleuchtung der Umgebung nötig ist, oder ein weiches Licht bei Babys schön wirkt würde ich auch indirekt mit Blitz arbeiten. Oder ich verwende eine mobile Softbox (z.B. Eazybox), die das Licht weicher macht und weiche Schatten erzeugt.